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Fachaustausch zu Lehr- und Lernmethoden Medienkompetenz in Chemnitz

Am 8. Oktober trafen sich Vertreter der tschechischen und deutschen Projektpartner in Chemnitz. Während des konstruktiven Austausches ging es vor allem um die bisher jeweils angewandten Lehr- und Lernmethoden zur Erreichung und Vermittlung von Medienkompetenz.

Zum Erfahrungsaustausch der Pädagogen trafen sich die deutschen und tschechischen Projektpartner bei...

In einem ersten Punkt, der unter anderem der Reflexion des letzten Austausches gewidmet war, äußerten sich die Pädagogen des deutschen und des tschechischen Projektpartners über die Qualität der jeweiligen technischen Ausstattungen und wie wichtig diese bei der Vermittlung von Medienkompetenz sein.

Vor allem Dr. Sandra Fleischer von der DPFA hob dabei hervor, wie wichtig das Denken über den „Raum“ in dem ein solcher Unterricht stattfindet, sei. Pavel Janus, Leiter der ISŠTE Sokolov ergänzte dies um die Bemerkung, dass jede Technik zwei Seiten habe: „Technik hilft und wird so zur Unterstützerin, etwa im Unterricht. Aber sie wird von Menschen bedient und der wiederum kann Fehler machen. Und so hat jeder im Umgang mit der Technik auch eine andere Einstellung, die es zu beachten gilt. Die Lehrer sollen die Träger der Innovation sein.“

Einig waren sich die Pädagogen dabei, dass es nach wie vor wichtig ist, wesentliche Fertigkeiten der Schüler, wie etwa das Schreiben mit der Hand oder das Lesen, in den Fokus der Bildungsarbeit gehören. Weiterhin tauschten sich die Lehrkräfte und Medienpädagogen darüber aus, welche Methoden, Konzepte und Werkzeuge bisher in den jeweiligen Schulen hier und jenseits der Grenze zum Einsatz kommen.

Dabei informierte Dr. Sandra Fleischer zum einen über das medienpädagogische Konzept der DPFA sowie über verschiedene und bereits getestete Lernplattformen wie ILIAS und zum zweiten über die Herausforderungen des Digitalpaktes Sachsen und was die zugesagten Fördergelder von 1,5 Millionen Euro für die Schulen der DPFA bedeuten.

Magister Pavel Janus berichtete in diesem Zuge über ein aktuell stattfindendes Projekt mit der Uni Pilsen, bei dem Unterrichtsräume eingerichtet werden. „Unseren Lehrern ist dabei besonders wichtig, dass die Schüler trotz oder auch wegen all der Technik lernen, mit ihren Händen zu arbeiten“, erklärte der Pädagoge seinen Kollegen.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen führte die gastgebende Schulleiterin der DPFA Chemnitz, Kerstin Dohn, durch den beruflichen Bereich der Chemnitzer Schulen. Dabei wurden vor allem die Besonderheiten der Erzieherausbildung gegenüber technischen Ausbildungen, wie sie an der ISŠTE Sokolov stattfinden, erläutert.

Zum Abschluss des Treffens wurden festgehalten, dass zeitnah ein Qualifizierungskonzept für Lehrkräfte erstellt werden soll. Dieses soll unter anderem folgende Aspekte einbeziehen:

  • infrastrukturelle Voraussetzungen
  • mögliche/empfohlene, digitale Technik (Ausstattung der Klassenzimmer)
  • Unterrichtsführung – Didaktik/Methodik: Was sind zentrale Vorgaben/Empfehlungen, Bewährtes sollte erhalten, Neues hinzugefügt werden
  • Digitalisierung der Lehrpläne: Wie spiegeln sich darin didaktische und methodische Ansätze wider.